Disappearing Architecture

Diffuse Vertrautheit

Daniel Müller Jansen


Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 01

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 02

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 03

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 04

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 05

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 06

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 07

 

Diffuse Vertrautheit, Daniel Müller Jansen, 08

 

Diffuse Vertrautheit

Das Ruhrgebiet ist zu einem Schlagwort geworden, mit dem ein industriell geprägter Raum assoziiert wird. Mit jedem neuen Bild von dort kehren wir an einen wohlbekannten Ort zurück – ein Raum, von dem wir wissen, wie er beschaffen ist und wie er sich anfühlt. Beim Betrachten entsteht das Gefühl einer diffusen Vertrautheit. Daniel Müller Jansen führt in seiner Arbeit zwei unterschiedliche Stadtlandschaften zusammen: Industriekomplexe und Wohngebiete entlang der Emscherperipherie. Das Überführen der Bildinhalte in zwei Bildebenen ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen Industrie- und Wohnarchitektur. Im Bildaufbau erscheint die Industrie diffus und neblig im Bildhintergrund, während die Wohnorte weitaus realer, lebendiger und farblich gesättigt im Bildvordergrund stehen. Die Heterogenität beider Bildebenen wird durch eine statische Komposition aufgefangen und in eine optische Balance gebracht. So wird die Industrie zum abstrakten Phämomen, zur kulissenhaften Erscheinung, wie eine allgegenwärtige und zugleich schemenhaft blasse Erinnerung.

 

Diffuse familiarity

The Ruhr Region has become a catchphrase for industryscapes. With every new picture from this area, we go back to a well-known space - a space which we know how it came to be and how it feels to be there. When we view the pictures, a feeling of diffuse familiarity develops. Daniel Müller Jansen brings together two different cityscapes in his works: industrial complexes and residential neighbourhoods at the Emscher outskirts. The transport of the images` content using two layers enables a direct comparison between industrial and residential architecture. Within this image format, industry appears diffuse and foggy in the background, while the residential homes much more real, livelier and colourful in the foreground. The heterogeneous mix of both layers is absorbed by the static composition and transformed into an optical balance. In this way, industry becomes an abstract phenomenon, with a backdrop-like appearance, similar to an all-present and, at the same time, apparitional and pale memory.



© Daniel Müller Jansen
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